Klarer Erfolg des Spitzenreiter

Koblenz. Fatih Cift scheint wohl sehr schwer zufriedenzustellen sein. Denn auch nach dem 4:0 fand der Coach, wenn auch kleine, Kritikpunkte: „Das Ergebnis hätte höher ausfallen müssen“, deutete der Chef der Rot-Weißen nach dem 4:0 gegen Arminia Ludwigshafen an, das er zumindest in der Ausbeute kleine Schwachstellen ausmachte. Es war aber auch der sechste Heimsieg für die Rot-Weißen im Stadion Oberwerth in Serie. Eigentlich ist es mittlerweile schwer, bei den Rot-Weiß Schwachstellen aufzuführen. Aktuell dominiert das Team die Liga. Ein Drittel ist gespielt, Rot-Weiß steht souverän an der Ligaspitze und hat bereits fünf Punkte Vorsprung. Während die Konkurrenz sich immer wieder Ausrutscher leistet, Mechtersheim unterlag am Sonntag beim Tabellenletzten in Dillingen, machen die Rot-Weißen ganz einfach ihre Hausaufgaben.

Gegen Ludwigshafen dauerte es eine halbe Stunde, bis endlich etwas Zählbares auf dem Notizzettel von Cift zu finden war. Giuliano Masala sorgte zu diesem Zeitpunkt für den ersten Treffer des Tages und führt damit seine Kollegen endgültig auf die Siegerstraße. Die hatten bis zu diesem Zeitpunkt bereits das Spiel vollkommen im Griff und einige Gelegenheiten ausgelassen. Dies änderte sich auch nicht im weiteren Spielverlauf. Die Schängel ließen Ball und Gegner laufen, nur unterbrochen davon, dass ab und an das Spielgerät auch in das dafür bestimmte Gehäuse befördert wurde. Vor der Pause gelang dies nur noch Sascha Engel, der drei Minuten vor dem Wechsel, auf 2:0 erhöhte.

Nach der Pause schien sich Ludwigshafen zunächst auch ein wenig am Spiel beteiligen zu wollen. Doch bis auf einen Lattentreffer (77.) von Rik Hiemeleers gab es nichts Erwähnenswertes. „Und hier hätten wir aber schon 10:0 führen müssen“, ärgerte sich Cift dann über die ausgelassenen Gelegenheiten. Bis zum Spielende durfte er dann aber noch zweimal jubeln. In den letzten acht Minuten sorgten Thilo Krämer (82.) und Ismail Barut (88.) mit einem verwandelten Foulelfmeter für den klaren Erfolg der Koblenzer.

„Das Ergebnis geht in Ordnung“, gab ein vollkommen enttäuschter und auch verärgerter Arminen Co-Coach nach Spielende zu Protokoll. Verärgert wegen des vollkommen und unnötigen Foulspiels von Hiemeleers in der Nachspielzeit wofür sich Maik Unfricht dann auch entschuldigte. Der Armine hatte hier Derrick Miles regelrecht umgemäht und dafür zurecht von Schiedsrichter Jan Dennemärker (Schwarzenholz) die Rote Karte erhalten.

Rot-Weiß Koblenz: Oost, Masala, Fritsch, Kraemer, Meinert, Hillen, Weidenbach, Miles, Jusufi (70. Dreher Reinhardt), Arndt (72. Barut), Engel (83. Meloni). TH